Ein spielwütiges Klang-Sprach-Happening
Die Multiinstrumentalisitin und Komponistin Marena Whitcher kooperiert erstmals mit der Komikerin und Schauspielerin Lea Whitcher. Die Schwestern sind in unterschiedlichen Genres unterwegs – jedoch teilen ihre künstlerischen Werke viele Elemente: Spielwut, Üppigkeit, Skurrilität, Fantasie, Humor und bunte Kostümen finden in ihrem gemeinsamen Projekt «Brüt» ihren Ausdruck.
Während Lea ihre sprachlichen Schwälle mit vielen grotesken Gesichtern garniert, zwitschert und gurgelt Marena durch die gesamte vertikale und horizontale Tonpalette des menschlichen Stimmorgans. Als kindlich-matriarchalisches Monster-Künstlerinnenduo erkundigen sie die unterschiedlichen Aspekte des monsterlichen Daseins. Unterstützt von der Kostümbildnerin und Schaupspielerin Maude Vuillemier sowie der Regisseurin Johanna Benrath, untersuchen sie die Vorstellungen von Norm und Abnorm, Projektionsflächen und Feindbildern, Verzerrungen, Verdichtungen, Verunsicherungen.
Das Quartett lotet die Grenzen zwischen Sprache, Musik und Geräusch aus, ebenso wie die Grenzen zwischen Konzert, Theater-Aufführung, und gemeinschaftlichem Fest. Genauso wie Monster sich nie zu Ende definieren lassen, so lassen sich auch die so entstandenen Kompositionen letztlich nicht anders beschreiben als wie Frankensteins Gesicht: Ein Flickwerk, das in seinen Widersprüchen zum Leben erweckt wird. Zugleich befremdlich und anziehend; melancholisch, wütend und verspielt.
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